Kurze Einführung zum Besuch der Höhle von Can Marçà im Puerto de San Miguel - Ibiza

Vom ersten Aussichtpunkt aus überblickt man die ganze Bucht von Puerto San Miguel, auch Puerto Balanzat geheissen, mit der Insel Murada im Hintergrund, wo eine einzigartige Spezie von Eidechse, die sich durch ihre intensive Färbung und ihre prähistorisch anmutende Form auszeichnet. Auf einem aus dem Fels gehauenen Weg gelangt man zum Eingang der Höhle, der sich etwa 12 bis 14 Meter über dem Meersspiegel befindet und von wo aus die eigentliche Führung ihren Anfang nimmt.

Das Alter der Höhle wird auf mehr als 100.000 Jahre geschätzt. Sie entstadn durch Erdverwerfungen und hat sowohl Vergletscherungen wie auch Zeiten mit tropischer Hitze erlebt. Gegenwärtig ist sie fast gänzlich versteinert, mit Ausnahme der untersten Gänge, wo der unausgesetzte Tropfenfall wieter an den Stalaktiten baut.

Die "Can Marçà" gnannte Höhle wurde von Schmuggler entdeckt und zuerst genutzt, die in ihr Ballen mit Schmuggelgut versteckten, indem sie diese vom Meer aus durch eine 8 bis 10 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Öffnung ins Höhleninnere schafften.

Noch heute sind die roten und schwarzen Farbsignale deutlich erkennbar, die für den Fall schleuniger Flucht oder für andere Notfälle den Weg zu einem anderen Ausgang markierten.

Die geologischen Verformungen bilden den sichtbaren Beweis für den einstigen Reichtum an unterirdischen Wasserläufen, nach deren Austrocknung die Wasserfälle und ehemaligen Flussbetten versteinert zurückblieben.

Der Beitrag der Geologen und Höhlenforscher, die an der Instandsetzung der Höhle mitgewirkt haben, bestand in der Wiederherstellung der Wasserfälle und Flussläufe, so wie sie in jenen fernen Zeiten ausgesehen haben mögen. Es wurden Knochen und Versteinerungen heute ausgestorbener Arten von Nagetieren gefunden, deren Skelette dem Museum für Natursgeschichte übergeben wurden, um katalogisiert und geordnet zu werden und auf diese Weise die prähistorische Fauna unseres geschichtsträchtigen Mittelmeerraums zu bereichern.

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